Europa im Unterricht

In diesem Bereich präsentieren wir eine Vielzahl an Materialien rund um Europa und die EU , die sich für den Einsatz im Unterricht eignen. Die Auswahl der Materialien orientiert sich an folgenden Zielsetzungen:

  • Vermittlung von Basis- und Orientierungswissen zur Europäischen Union, ihrer Geschichte, ihrer Institutionen, Politikfeldern und Aufgaben
  • Bewusstsein für die Bedeutung der EU für ihre Mitgliedsstaaten und ihre Bürger und Abbau von Vorurteilen
  • Vermittlung von politischem und demokratischem Bewusstsein und einer europäischen Identität

In unserem Bereich "Formate und Methoden" finden Sie unterschiedliche Formate wie Planspiele oder Quiz und Spiele zum Themenbereich Europa und Handreichungen für Methoden.

Warum Europabildung wichtig ist

Wenn Europa und die EU im Unterricht behandelt werden, geht es nicht nur darum, ein wichtiges und zugleich höchst aktuelles Thema des Bildungsplans umzusetzen.  Vielmehr muss es das Anliegen sein, Jugendliche als mündige Bürgerinnen und Bürger in ihrer politischen Handlungs- und Urteilsfähigkeit zu stärken, was ohne eine fundierte EU-Bildung nicht möglich ist.

EU-Unterricht sollte nicht nur deshalb stattfinden, weil die Bildungspläne die Europäische Union und den europäischen Integrationsprozess als verpflichtende Unterrichtsthemen vorsehen, sondern vor allem, weil unser Alltag durch Entscheidungen der EU maßgeblich bestimmt wird. Die Bearbeitung vieler politischer Themen der Gegenwart, seien es die Umweltverschmutzung, der Klimawandel oder die Migrationsbewegungen, werden durch europäische Entscheidungen beeinflusst. Das Handeln bzw. Nicht-Handeln der EU bedeutet einen Unterschied für die Gestaltung unseres Gemeinwesens.

In der europapolitischen Bildung gilt es somit, die Vermittlung von Grundlagen mit aktuellen Bezügen zu verknüpfen und für junge Menschen attraktiv zu gestalten, damit sie sich als junge Bürgerinnen und Bürger Europas begreifen und angeregt werden, mitzudenken und mitzugestalten.

Das Ziel von Europabildung ist dabei nicht die kritiklose Akzeptanz des Status quo der EU in ihrer gegenwärtigen Verfasstheit. Das würde dem Kontroversitätsgebot des Beutelsbacher Konsenses widersprechen, nach dem im Unterricht als strittig dargestellt werden soll, was in der Politik und in der Wissenschaft kontrovers diskutiert wird. Sehr wohl ist es aber die Aufgabe von Europabildung, einseitigem „EU-Bashing“ entgegenzutreten und stattdessen abgewogene Urteile sowohl über die Leistungen als auch über die Defizite der EU zu ermöglichen.

Sowohl für Lehrkräfte als auch für Schülerinnen und Schüler ist es zweifelsohne eine Herausforderung, das Thema Europa in der Schule zu behandeln. Ist doch die Thematik vielschichtig und komplex und das Interesse an der EU als auch das Wissen über sie unter jungen Menschen in der Regel eher bescheiden. Mit unseren Vorschlägen für die Behandlung des Themas im Unterricht möchten wir Ihnen Hilfestellungen bieten für eine gelungene Umsetzung.

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