Europa im Unterricht

 

Die Europawahl

Wahlen. © European Union, 2015 / Source: EC - Audiovisual Service / Photo: Christophe Maout

Rückblick: Europawahl 2019

Wie funktioniert das europäische Wahlsystem? Wer wird bei einer Europawahl überhaupt gewählt? Unser Wahlportal liefert Ihnen alle wichtigen Fakten und Ergebnisse der Europawahl 2019.

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Europawahl 2019 einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)
YouTube, Veröffentlicht am 03.04.2019.

Alle 5 Jahre haben die EU-Bürger die Möglichkeit ihre Vertreter für das Europäische Parlament zu wählen. Wie die Wahl abläuft und was die Aufgaben des Europäischen Parlaments sind, erfahren Sie in diesem Clip.


Symbolbild "100 Tage vor der Wahl" der Kampagne "diesmalwaehleich.de" Foto: Europäisches Parlament, 2019

Am Sonntag den 26. Mai 2019 war es so weit. An diesem Tag fand in Deutschland die Wahl zum Europäischen Parlament (EP) statt. In Deutschland wurden 96 Abgeordneten für das Europäische Parlament der 9. Wahlperiode von 2019 bis 2024 gewählt.

400 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus den 28 EU-Mitgliedsstaaten hatten vom 23. bis 26. Mai die Möglichkeit, die 751 Abgeordneten des Europaparlaments direkt zu wählen.

Auf europäische Ebene haben Christ- und Sozialdemokraten Stimmen abgegeben. Beide großen Fraktionen verloren quer durch Europa und haben nun keine gemeinsame Mehrheit im Europaparlament mehr, trotz der guten Ergebnisse der Sozialisten in den Niederlanden, in Spanien und Portugal. Erfolge feierten hingegen Liberale und Grüne. Der befürchtete Rechtsruck ist bei der Europawahl ausgeblieben. Dennoch haben in Italien, Frankreich, Ungarn, Polen, Tschechien, Schweden, Slowenien und Deutschland die populistischen und europakritischen Parteien zugelegt.

Nach dem vorläufigen Ergebnis in Deutschland ist die Union aus CDU und CSU weiterhin stärkste Kraft, verliert aber im Vergleich zur Europawahl 2014. Die Grünen erzielen ihr bisher bestes bundesweites Ergebnis  und werden zweitstärkste Kraft. Die SPD fährt dramatische Verluste ein und liegt nur noch auf Platz 3. Die Alternative für Deutschland zieht zweistellig in das Europaparlament ein. Während die Linke verliert, gewinnt die FDP dazu. Außerdem ziehen sieben Kleinparteien ins Europaparlament ein, weil es bei der Europawahl in Deutschland keine Prozenthürde gibt.

Vorläufiges Ergebnis (Bundeswahlleiter)

2019 2014 + / -
CDU/CSU 28,9 35,3 -6,4
GRÜNE 20,5 10,7 +9,8
SPD 15,8 27,3 -11,5
AfD 11 7,1 +3,8
LINKE 5,5 7,4 -1,9
FDP 5,4 3,4 +2
Die PARTEI 2,4 0,6 +1,8
Freie Wähler 2,2 1,5 +0,7
Tierschutz 1,4 1,2 +0,2
ÖDP 1 0,6 +0,4
Familie 0,7 0,7 0
Volt 0,7 0 +0,7
Piraten 0,7 1,4 -0,8
Sonstige 3,8 2,9 +0,9

Endergebnis der Parteien, die mindestens einen Sitz im Europaparlament erreicht haben (Quelle: Bundeswahlleiter). Das Ergebnis für die anderen Parteien finden Sie hier

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Sitzverteilung der 96 deutschen Abgeordneten im EU-Parlament

(Endergebnis, Bundeswahlleiter)

Diese 96 Kandidatinnen und Kandidaten wurden gewählt (Bundeswahlleiter)

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Europawahl 2019 finden sie hier.

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Rückblick: Europawahl 2014

EU Wahl Urne ©EU-Parlament

Am Sonntag den 25. Mai 2014 war es so weit. An diesem Tag fand in Deutschland die Wahl zum Europäischen Parlament (EP) statt. In Deutschland wurden 96 Abgeordneten für das Europäische Parlament der 8. Wahlperiode von 2014 bis 2019 gewählt.

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon besteht das EP aus 751 Sitzen, davon 1 Sitz für den Präsidenten des EP. Um diese Anzahl der Sitze einzuhalten, werden 2014 12 EU-Mitgliedsstaaten je einen Sitz verlieren. Dies war nach dem Beitritt Kroatiens zur EU erforderlich.
Je einen Sitz verlieren: Belgien, Bulgarien, Griechenland, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Österreich, Portugal, Rumänien, die Tschechische Republik und Ungarn.
Deutschland hatte bislang die meisten Abgeordneten (99 Abgeordnete) in Straßburg gestellt und verliert damit drei Sitze.

Bürgerinnen und Bürger aus 28 EU-Mitgliedstaaten nahmen an der Europawahl teil. Die wahlberechtigten EU-Bürgerinnen und Bürger wählen in einer allgemeinen, freien, direkten und geheimen Wahl eine parlamentarische Vertretung.  Sie entscheiden, welche 751 Europaabgeordneten (750 Sitze zuzüglich Präsidenten) in den kommenden fünf Jahren ihre Interessen in Brüssel und Straßburg vertreten werden.

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Get the picture: Europäische Wahlen

 

EuroparlTV: Video für Jugendliche zur Europawahl 2014

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Chronologie der Wahlen zum Europäischen Parlament

  • 10. Sept. 1952: Erste Sitzung des Europäischen Parlaments - damals noch eine beratende Versammlung aus 78 Parlamentariern der nationalen Parlamente der Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaften. Das Parlament verfügte über keinerlei legislative Befugnisse.
  • Juni 1979: Erste Direktwahl des Parlaments (Wahlbeteiligung 63%)
  • 1981: Erste Nachwahl in Griechenland
  • 1984: Wahl in den 10 Mitgliedstaaten der EG (Wahlbeteiligung 61%)
  • 1987: Nachwahlen in Portugal und Spanien
  • 1989: Wahl in den 10 Mitgliedstaaten der EG (Wahlbeteiligung 58.5%)
  • 1992: Vertrag zur Gründung der Europäischen Union (Vertrag von Maastricht)
  • 1994: Wahl in den 12 Mitgliedstaaten der EU (Wahlbeteiligung 56.8%)
  • 1995: Nachwahlen in Österreich, Finnland und Schweden  
  • 1999: Wahl in den 15 Mitgliedstaaten der EU (Wahlbeteiligung 49.8%)
  • 2004: Wahl in den 25 Mitgliedstaaten der EU (Wahlbeteiligung 45.6%)
  • 2007: Nachwahlen in Bulgarien und Rumänien
  • 2009: Wahl in den 27 Mitgliedstaaten der EU (Wahlbeteiligung 43.1%)
  • 22. bis 25. Mai 2014: Wahl in den 28 Mitgliedstaaten der EU
  • 23. bis 26. Mai 2019: Wahl in den 28 Mitgliedstaaten der EU
  • 2024 stehen die nächsten Europawahlen an, die genauen Termine stehen noch nicht fest

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Weiterführende Links

Bundeszentrale für politische Bildung:
Europathemen - Europawahl 2014
Europawahl 2019
       
Der Bundeswahlleiter
Europawahl 2019
       
Europäisches Parlament
Europawahlen 2019

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