Europa im Unterricht

 

Planspiel zur Migration in Europa

 »Mobil in Europa?« – ein Planspiel zur Migration im EU-Binnenmarkt

Holger-Michael Arndt, Markus W. Behne und Goce Peroski
Sekundarstufe II
4 Doppelstunden


Europa wächst zusammen. Seit vielen Jahren ist es für die Menschen in der Europäischen Union selbstverständlich, ohne Beschränkungen zu reisen – in den meisten Fällen sogar ohne noch einen Ausweis an einer Grenze vorzeigen zu müssen. Die Möglichkeit wird dabei nicht nur von Menschen in ihrer Freizeit wahrgenommen, wenn es gilt, den Urlaub zu planen und zu verbringen.

Immer mehr Menschen nutzen diese Freiheit auch, um in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union zu arbeiten, Arbeit zu suchen und vielleicht auch dauerhaft zu leben. Mobilität wird so zu transnationaler Migration. Dieses Recht einzuschränken kann bis zu einer Klage der »Europäischen Kommission« vor dem »Europäischen Gerichtshof« führen, wie der Fall der Abschiebung von Roma aus Frankreich im Sommer 2010 zeigt. Ein Planspiel zur Migration im EU-Binnenmarkt kann hier Einsichten und Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven vermitteln.

Planspiele benötigen als Makromethoden einen erhöhten Zeitaufwand. Planspiele, die vorgeben in einer Doppelstunde durchgeführt zu werden, sind zumeist einfach Konferenz-Simulationen oder Rollenspiele. Beides kann Sinn machen, eröffnet aber nicht die Möglichkeiten durch das Vorbereiten, Kommunizieren und Verhandeln von Positionen zunächst in Kleingruppen und in einer zweiten Phase zwischen den Gruppen, Politik als Prozess von Interessenformulierung und –durchsetzung zu erleben. Dieses Bargaining ist aber das eigentliche Handwerk von Politikerinnen und Politikern.

Dieses Planspiel kann in mehreren – bis zu 4 – aufeinander folgenden Doppelstunden umgesetzt werden. Wir empfehlen, die Schülerinnen und Schüler durchgängig in ihren von Anfang an gewählten Rollen spielen zu lassen.

Dies ermöglicht Gruppendynamiken zu generieren, die den Streit zwischen den Institutionen zum Erleben von institutionalisierter Politik werden lassen. Ab der zweiten Stunde kann eine kurze Presseschau jeweils zu Beginn die Schülerinnen und Schüler in ihre Rolle zurück finden lassen.

Nach der letzten Spiel-Doppelstunde sollte eine Doppelstunde als Auswertungszeit eingeplant werden. Die Auswertung selbst muss aus einem Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern bestehen und sollte auch Visualisierungen ermöglichen. Die hier angebotenen Auswertungsmethoden haben spielerischen Charakter und können die Auswertung einleiten oder abschließen.

Download Planspiel (2 MB)

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Die EU im Unterricht

 

Auf den Seiten "Die EU für Lehrer/innen" finden Sie Unterrichtsmaterialien zur EU für unterschiedliche Altersgruppen. Ob Sie Ihren Schülerinnen und Schülern erklären wollen, was die EU tut, wie sie begann und wie sie arbeitet oder ob Sie mit ihnen ausführlicher über EU-Politik diskutieren wollen – Sie werden hier Anregungen in Hülle und Fülle finden.

 
 
 
 
 

Europa in der Schule

 

Perspektiven eines modernen Europaunterrichts

Der Band vermittelt Impulse und Anregungen, wie europäische Themen und Perspektiven stärker und nachhaltiger an Schulen – authentisch und kompetenzorientiert – verankert werden können.
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